Ob Romeo sich mit Julia um den Abwasch gestritten hätte? Ob Kate Winslet sich über Leonardo’s Balzverhalten in Gegenwart anderer Frauen geärgert hätte? Ob Heath Ledger und Jake Gyllenhaal wohl jemals (völlig gesetzesmissachtend) geheiratet und – entgegen jeder Logik – Kinder gehabt hätten? Ich werde das nie erfahren, denn diese Liebesgeschichten endeten, bevor es schön wurde.
Vielleicht war das aber auch richtig so – denn im Normalfall - wenn kein schmerzhafter und lästiger Tod dazwischen kommt - wären diese Pärchen wohl so gescheitert wie viele andere: Äußerst unschön. Vielleicht kann man sich das in etwa vorstellen wie eine übergroße Sanduhr. Wenn wir uns kennenlernen ist sie voll - und irgend ein magischer Faktor bestimmt dann die größe des Loches, in das der Sand fällt.
Oder, weniger anzüglich und dafür mehr romantisch: Vielleicht auch einfach nur Schokolade für’s Herz. Treibstoff. Irgendwann entflammt; und im Idealfall durch äußeres Verschulden vorzeitig beendet. Ein leergelaufenes Herz ist unschön. Und es streitet so gerne – um permanente Anwesenheit, um mangelnden Freiraum, um Haare im Waschbecken.
Woran aber liegt es, dass es manche Menschen schaffen, diesen Platz in unserem Herzen über Jahre auszufüllen – und andere wiederrum vom Herz nichteinmal als Anhalter ein kleines Stückchen Weg mitgenommen werden? Warum gibt es kleine Momente, die unser ganzes Leben verändern und wiederum große, die einfach so passieren? Wieso sind manche Sanduhren nach Tagen leergelaufen – und andere auch nach Jahren noch nicht ansatzweise leer?
Wäre es nicht ungemein praktisch, dieses verbleibende Restkontingent Liebe auf den ersten Blick zu sehen? Vielleicht projiziert direkt auf die Stirn des jeweiligen Menschen. Man könnte durch die Fußgängerzone laufen, würde vermutlich in viele Nullen und einstellige oder zweistellige Zahlen blicken, bis sie dann irgendwann vor mir steht: Die liegende Acht. Unendlich. Der Jackpot. Bing.Bing.Bing. - und man hätte sich schlagartig gefunden – wohingegen man in der selben Situation ohne Gefühlstank-Anzeige wohl einfach aneinander vorbeigelaufen wäre, vielleicht einen kleinen, heimlichen, scheuen Blick ausgetauscht hätte.
Aber wäre das magisch? Liebe sozusagen auf Knopfdruck?
Es wäre ergonomisch. Und manchmal würde es Ärger, Taschentücher und hohe Telefonrechnungen ersparen. Vielleicht sollte man diese interne Synchronisations-Rest-Anzeige eben nur sehen dürfen, wenn man mit der betreffenden Person zumindest schon mal im Bett war? Wo aber fängt die Liebe dann an, und wo hört sie auf? Und vor allem: Wer sagt, dass sich der Gefühlsstand nicht auffüllen lässt?
Ich merke, da fehlen Feinheiten. Ich werde darüber schlafen.
Vielleicht war das aber auch richtig so – denn im Normalfall - wenn kein schmerzhafter und lästiger Tod dazwischen kommt - wären diese Pärchen wohl so gescheitert wie viele andere: Äußerst unschön. Vielleicht kann man sich das in etwa vorstellen wie eine übergroße Sanduhr. Wenn wir uns kennenlernen ist sie voll - und irgend ein magischer Faktor bestimmt dann die größe des Loches, in das der Sand fällt.
Oder, weniger anzüglich und dafür mehr romantisch: Vielleicht auch einfach nur Schokolade für’s Herz. Treibstoff. Irgendwann entflammt; und im Idealfall durch äußeres Verschulden vorzeitig beendet. Ein leergelaufenes Herz ist unschön. Und es streitet so gerne – um permanente Anwesenheit, um mangelnden Freiraum, um Haare im Waschbecken.
Woran aber liegt es, dass es manche Menschen schaffen, diesen Platz in unserem Herzen über Jahre auszufüllen – und andere wiederrum vom Herz nichteinmal als Anhalter ein kleines Stückchen Weg mitgenommen werden? Warum gibt es kleine Momente, die unser ganzes Leben verändern und wiederum große, die einfach so passieren? Wieso sind manche Sanduhren nach Tagen leergelaufen – und andere auch nach Jahren noch nicht ansatzweise leer?
Wäre es nicht ungemein praktisch, dieses verbleibende Restkontingent Liebe auf den ersten Blick zu sehen? Vielleicht projiziert direkt auf die Stirn des jeweiligen Menschen. Man könnte durch die Fußgängerzone laufen, würde vermutlich in viele Nullen und einstellige oder zweistellige Zahlen blicken, bis sie dann irgendwann vor mir steht: Die liegende Acht. Unendlich. Der Jackpot. Bing.Bing.Bing. - und man hätte sich schlagartig gefunden – wohingegen man in der selben Situation ohne Gefühlstank-Anzeige wohl einfach aneinander vorbeigelaufen wäre, vielleicht einen kleinen, heimlichen, scheuen Blick ausgetauscht hätte.
Aber wäre das magisch? Liebe sozusagen auf Knopfdruck?
Es wäre ergonomisch. Und manchmal würde es Ärger, Taschentücher und hohe Telefonrechnungen ersparen. Vielleicht sollte man diese interne Synchronisations-Rest-Anzeige eben nur sehen dürfen, wenn man mit der betreffenden Person zumindest schon mal im Bett war? Wo aber fängt die Liebe dann an, und wo hört sie auf? Und vor allem: Wer sagt, dass sich der Gefühlsstand nicht auffüllen lässt?
Ich merke, da fehlen Feinheiten. Ich werde darüber schlafen.







